18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
18+. Vorschauangaben: Bonus, Sterne und Bewertungszahlen sind vom Auftraggeber vorgegeben und nicht unabhängig bestätigt. Maßgeblich sind die aktuellen Bedingungen des Anbieters. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
Altersgrenze 18 Jahre
Aufsicht GGL
Einzahlungsrahmen 1.000 € im Monat
Einsatz je Runde höchstens 1 €
Die Umsatzforderung ist die einzige Zahl, die über den Wert eines Angebots wirklich entscheidet. Ausrechnen lässt sie sich in zwei Minuten, wenn drei Angaben vorliegen. Dieser Text führt die Rechenwege einmal komplett durch und übersetzt das Ergebnis anschließend in Zeit.
Was formal verlangt wird
Eine Umsatzforderung ist keine Gebühr und kein Abzug. Sie ist eine Bedingung: Bis eine bestimmte Summe an Einsätzen zusammengekommen ist, bleibt das Bonusguthaben gesperrt. Gewinne, die währenddessen entstehen, wandern meist in dieselbe gesperrte Kasse. Erst wenn die Summe erreicht ist, löst sich die Sperre und der Saldo wird normales Guthaben.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Einsatzsumme und Verlust. Verlangt wird die Summe aller Einsätze, nicht ein Betrag, den man abgeben muss. Wer bei jeder Runde den Einsatz zurückgewinnt, erfüllt die Forderung ohne Minus. In der Praxis arbeitet jeder Automat mit einer Auszahlungsquote unter hundert Prozent, weshalb die Umsatzsumme im Durchschnitt Geld kostet. Wie viel, hängt vom Automaten ab und steht in seinen Angaben.
Aus diesem Grund ist die rechnerische Frage nie, ob sich ein Bonus lohnt, sondern wie teuer die Erfüllung im Mittel ausfällt und ob dafür genug Zeit bleibt.
Drei Angaben reichen für die Rechnung
Alles, was man braucht, steht im Regelwerk des Angebots. Der Faktor ist die auffälligste Angabe, die Basis die wichtigste und die Anrechnungsquote die unauffälligste. Fehlt eine der drei, ist das Angebot nicht bewertbar, und das ist bereits ein Befund.
Faktor: das Vielfache, das eingesetzt werden muss
Basis: entweder nur die Gutschrift oder Einzahlung und Gutschrift gemeinsam
Anrechnungsquote: welcher Anteil eines Einsatzes mitgezählt wird, getrennt nach Bereich
Steht im Regelwerk nur ein Faktor ohne Angabe der Basis, gilt im Zweifel die ungünstigere Lesart. Nachfragen beim Kundendienst ist vor der Einzahlung billiger als danach.
Rechenweg eins: der Faktor gilt nur für die Gutschrift
Angenommen, ein Angebot schreibt eine Gutschrift von 100 Euro zu und verlangt den dreißigfachen Umsatz der Gutschrift. Dann lautet die Rechnung 100 mal 30, also 3000 Euro an Einsätzen. Die eigene Einzahlung bleibt in dieser Variante außen vor und ist jederzeit frei verfügbar.
Angenommen, ein Angebot schreibt eine Gutschrift von 100 Euro zu und verlangt den dreißigfachen Umsatz der Gutschrift.
Diese Bauart ist die mildere von beiden. Sie erkennt man an Formulierungen, die ausdrücklich den Bonusbetrag als Bezugsgröße nennen. Rechnerisch bedeutet sie: Der nötige Umsatz hängt allein davon ab, wie groß die Gutschrift ist, und wächst nicht mit der eigenen Einzahlung mit.
Daraus folgt eine praktische Konsequenz. Lässt ein Angebot die Höhe der Gutschrift offen, weil sie an die Einzahlung gekoppelt ist, kann man die Umsatzlast durch eine kleinere Einzahlung aktiv senken. Wer die Hälfte einzahlt, erhält die halbe Gutschrift und hat die halbe Forderung.
Rechenweg zwei: Einzahlung und Gutschrift zusammen
Dieselben Zahlen mit anderer Basis ergeben ein anderes Bild. Eine Einzahlung von 100 Euro und eine Gutschrift von 100 Euro summieren sich auf 200 Euro. Beim gleichen Faktor dreißig verlangt das Angebot 6000 Euro an Einsätzen, also genau das Doppelte des ersten Rechenwegs.
Hier liegt die häufigste Fehlkalkulation. Zwei Angebote mit identischer Prozentzahl und identischem Faktor können sich in der Belastung um den Faktor zwei unterscheiden, und der Unterschied steckt in einem einzigen Nebensatz des Regelwerks. Wer nur die beworbenen Zahlen vergleicht, sieht ihn nicht.
Bei dieser Bauart verschiebt eine kleinere Einzahlung die Last ebenfalls, aber weniger stark: Beide Summanden schrumpfen gemeinsam, das Verhältnis bleibt.
Dieselbe Prozentzahl, dieselbe Frist, verschiedene Lasten
Variante
Basis
Nötige Einsatzsumme
Runden bei einem Euro
Gutschrift als Basis, Faktor 30
100 Euro
3000 Euro
3000
Einzahlung und Gutschrift, Faktor 30
200 Euro
6000 Euro
6000
Gutschrift als Basis, Faktor 40
100 Euro
4000 Euro
4000
Einzahlung und Gutschrift, Faktor 40
200 Euro
8000 Euro
8000
Die Anrechnungsquote verschiebt das Ergebnis am stärksten
Bis hierhin wurde angenommen, dass jeder eingesetzte Euro voll zählt. Das gilt nur in dem Bereich, der im Regelwerk als voll angerechnet geführt wird, meist sind das die virtuellen Automaten. Andere Bereiche werden mit einem Anteil gewertet oder ausdrücklich ausgenommen.
Rechnen lässt sich das mit einer einfachen Division. Wird ein Bereich zu fünfzig Prozent angerechnet, teilt man die geforderte Summe durch 0,5 und erhält den Betrag, der dort tatsächlich bewegt werden muss. Aus 6000 Euro Forderung werden so 12000 Euro Einsatz. Bei zwanzig Prozent Anrechnung sind es 30000 Euro, also das Fünffache.
Das ist der Grund, warum sich das Hin- und Herwechseln zwischen Bereichen während einer offenen Umsatzforderung rechnerisch bestraft. Man merkt es nicht am Kontostand, sondern am Fortschrittsbalken, der kaum vorankommt.
Die Summe in Zeit umrechnen
Eine Zahl in Euro sagt nichts darüber, ob die Frist reicht. Dafür braucht es den Schritt in die Zeitachse, und der ist in Deutschland ungewöhnlich gut berechenbar, weil zwei Vorgaben den Takt festlegen: Der Einsatz pro Drehung ist auf einen Euro begrenzt, und zwischen zwei Runden liegen fünf Sekunden Mindestdauer. Eine Autostart-Funktion gibt es nicht.
Aus den fünf Sekunden ergeben sich höchstens 720 Runden pro Stunde. Beim höchstmöglichen Einsatz von einem Euro entspricht das 720 Euro Umsatz pro Stunde reiner Spielzeit, ohne Pausen und ohne Bedenkzeit. Eine Forderung von 6000 Euro verlangt damit mindestens acht Stunden und zwanzig Minuten am Gerät.
Realistisch wird es deutlich mehr, weil kaum jemand jede Runde mit dem Maximaleinsatz spielt. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von fünfzig Cent verdoppelt sich die Zahl der nötigen Runden und damit die Zeit. Dieselbe Forderung wächst auf über sechzehn Stunden. Wer nun eine Frist von sieben Tagen vor sich hat, weiß, worauf er sich einlässt.
Faktor und Basis aus dem Regelwerk ablesen und multiplizieren
Ergebnis durch die Anrechnungsquote des geplanten Bereichs teilen
Summe durch den eigenen durchschnittlichen Einsatz teilen, das ergibt die Rundenzahl
Rundenzahl mit fünf Sekunden multiplizieren, das ergibt die reine Spielzeit
Spielzeit gegen die Frist halten und entscheiden, bevor Geld bewegt wird
Wo sich die meisten verrechnen
Vier Fehler tauchen in der Rechnung immer wieder auf, und drei davon führen zu einem zu niedrigen Ergebnis. Der erste ist die falsche Basis, der zweite die Annahme voller Anrechnung in allen Bereichen, der dritte die Rechnung mit dem Maximaleinsatz statt mit dem eigenen Durchschnitt.
Vier Fehler tauchen in der Rechnung immer wieder auf, und drei davon führen zu einem zu niedrigen Ergebnis.
Der vierte Fehler betrifft die Frist. Sie beginnt in aller Regel mit der Gutschrift und nicht mit dem ersten Einsatz. Wer am Freitag einzahlt und am Montag anfängt, hat drei Tage einer kurzen Frist verschenkt, ohne eine einzige Runde gespielt zu haben.
Eine Nebenrechnung lohnt sich zusätzlich: die Obergrenze für die Auszahlung aus Bonusguthaben. Steht dort ein Deckel, begrenzt er das bestmögliche Ergebnis unabhängig davon, wie gut die Umsatzphase läuft. Eine hohe Forderung mit niedrigem Deckel ergibt rechnerisch keinen Sinn, egal wie groß die beworbene Zahl ist.
Was die Rechnung nicht kann
Die Rechnung sagt, wie viel Umsatz nötig ist und wie lange er dauert. Sie sagt nicht, wie das Spiel ausgeht. Jede einzelne Runde ist zufällig, und die Auszahlungsquote eines Automaten beschreibt ein Mittel über sehr viele Runden, nicht den Verlauf eines Abends.
Deshalb ist der nützliche Umgang mit dem Ergebnis ein defensiver. Die Rechnung zeigt den Aufwand im besten Fall. Fällt dieser Aufwand schon unter idealen Annahmen zu hoch aus, braucht man das Angebot nicht weiter zu prüfen. Fällt er niedrig aus, bleibt immer noch die Frage, ob der eigene Einzahlungsrahmen dazu passt. Der gesetzliche Rahmen von 1000 Euro im Monat gilt über alle lizenzierten Konten zusammen und wird in LUGAS geführt, ein selbst gesetzter Rahmen darunter ist der bessere Maßstab.
Häufige Fragen
Muss ich den Umsatz verlieren oder nur einsetzen?
Gefordert ist die Summe der Einsätze. Gewinne, die während der Phase anfallen, lassen sich erneut einsetzen und zählen dann wieder mit. Rechnerisch entstehen Kosten nur durch die Auszahlungsquote der gespielten Automaten, nicht durch die Forderung selbst.
Was bedeutet Faktor 35 konkret?
Er besagt, dass das Fünfunddreißigfache der Basis eingesetzt werden muss. Welche Basis gilt, ist die entscheidende Rückfrage: Bei einer Gutschrift von 50 Euro sind es 1750 Euro, wenn nur die Gutschrift zählt, und 3500 Euro, wenn die Einzahlung mitgerechnet wird.
Warum kommt mein Fortschrittsbalken so langsam voran?
Meist liegt es an der Anrechnungsquote des Bereichs, in dem gespielt wird. Zählt ein Einsatz nur zu einem Fünftel, bewegt sich der Balken auch nur um ein Fünftel. Ein Blick in die Liste der Quoten im Regelwerk klärt das in einer Minute.
Kann ich die Umsatzforderung durch höhere Einsätze schneller erfüllen?
Nur bis zur Grenze, die das Angebot für die Umsatzphase setzt. Diese Grenze liegt in der Regel unter dem Einsatz, den das Spiel sonst zulässt, und ihre Überschreitung kostet üblicherweise die Gutschrift samt daraus erzielter Gewinne. Zudem ist der Einsatz pro Drehung ohnehin auf einen Euro gedeckelt.
Wie lange dauert eine Forderung von 3000 Euro mindestens?
Bei fünf Sekunden Mindestdauer pro Runde und einem Euro Einsatz sind 3000 Runden nötig, das ergibt rund vier Stunden und zehn Minuten reine Spielzeit. Mit einem kleineren Durchschnittseinsatz steigt die Zeit proportional, bei fünfzig Cent auf über acht Stunden.
Zählt eine Einzahlung mehrfach, wenn ich sie auszahle und neu einzahle?
Für die Umsatzforderung nicht, dafür zählt nur der Einsatz. Für den monatlichen Einzahlungsrahmen hingegen zählt jede Einzahlung erneut, auch wenn zwischendurch ausgezahlt wurde. Der Rahmen bezieht sich auf eingezahlte Beträge, nicht auf den Kontostand.